Thomas Frankenbach

The Science of Embodiment & Nonverbal Communication

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Der Körper als Zugang zu Wahrnehmung, Selbstregulation und kommunikativer Wirkung

Seit vielen Jahren erforsche und vermittle ich als Trainer, Wissenschaftler und Autor, wie Menschen ihren Körper bewusster wahrnehmen und für Kommunikation, Selbstregulation und wirksames Handeln nutzen können.

Der menschliche Körper ist unmittelbar daran beteiligt, wie wir wahrnehmen, denken, fühlen, entscheiden und kommunizieren. In unserer Haltung, unserer Bewegung, unserer Atmung, unserer Stimme und unseren körperlichen Empfindungen zeigt sich, wie wir mit uns selbst, mit anderen Menschen und mit den Anforderungen unseres Lebens in Beziehung treten.

In meiner Arbeit verbinde ich Embodiment und nonverbale Kommunikation mit psychologischen Erkenntnissen und jahrzehntelanger Praxis in Bewegung, Körpertraining und Kampfkunst.

Dabei unterstütze ich Menschen, ihre Wahrnehmung zu schärfen, neue Möglichkeiten des Handelns und Kommunizierens zu entwickeln und Ihre Selbstregulation zu stärken.

 

Wie sich meine Arbeit entwickelt hat

Mein beruflicher Weg führte mich durch unterschiedliche Bereiche menschlicher Lebenswelten und Entwicklung.

Als examinierter Krankenpfleger erlebte ich früh, wie eng körperliche, psychische und soziale Prozesse miteinander verbunden sind. Später studierte ich Ernährungswissenschaften, Psychosoziale Gesundheitswissenschaften und absolvierte ein Doktoratsstudium in Psychologie. Weiterbildungen in Psychotherapie, Körperpsychotherapie und Entspannungsverfahren vertieften meinen Blick auf die Wechselwirkungen zwischen Körper, Erleben und Verhalten.

Über viele Jahre war ich in einer Klinik für Verhaltensmedizin tätig, davon mehr als zehn Jahre in leitender therapeutischer Funktion. In der Arbeit mit Menschen wurde für mich immer deutlicher, dass nachhaltige Veränderung nicht allein durch Wissen, Einsicht oder gute Vorsätze entsteht.

Menschen wissen häufig sehr genau, was ihnen guttun könnte – und erleben dennoch, dass ihr Verhalten von Gewohnheiten, Belastungen, körperlichen Zuständen, emotionalen Impulsen und unbewussten Reaktionsmustern beeinflusst wird.

Daraus entstand mein Ansatz, Körperwahrnehmung gezielt zu fördern und Menschen dadurch mehr kommunikative Klarheit, Selbstregulation und Handlungsspielraum zu eröffnen.

 

Wissenschaft und Körperpraxis verbinden

Mein Wirken als Fachmann für Embodiment und Nonverbale Kommunikation ist zudem seit Jahrzehnten durch die intensive Beschäftigung mit Bewegung, westlichen und asiatischen Bewegungssystemen sowie durch das über 30-jährige tief gehende Studium der Kampfkunst geprägt.

Im Karate wird unmittelbar erfahrbar, wie Haltung, Atmung, Aufmerksamkeit, Muskelspannung, Gleichgewicht, Timing und innere Ausrichtung zusammenwirken. Eine Bewegung entsteht nicht aus einem einzelnen Muskel oder einer isolierten Technik, sondern aus der präzisen Abstimmung zahlreicher körperlicher und mentaler Prozesse.

Diese Erfahrung hat meinen Blick auf den Menschen wesentlich geprägt.

Auch gelungene nonverbale Kommunikation, Präsenz und Selbstregulation entstehen aus dem Zusammenspiel von Wahrnehmung, körperlichem Zustand, innerer Haltung, Erfahrung und situativer Anpassungsfähigkeit.

Als Karatemeister sowie als Ausbilder für Selbstschutz und Selbstverteidigung verbinde ich jahrzehntelange Körperpraxis mit wissenschaftlicher und therapeutischer Arbeit. Dabei geht es nicht darum, Erfahrung und Wissenschaft gegeneinander auszuspielen. Wissenschaft hilft uns, Zusammenhänge zu untersuchen und kritisch einzuordnen. Körperpraxis macht sie unmittelbar erfahrbar.

 

Drei Methoden – eine gemeinsame Grundlage

Aus meiner langjährigen Arbeit sind drei eigenständige Methoden hervorgegangen. Sie setzen an unterschiedlichen Ebenen menschlicher Körperintelligenz an: an der Kommunikation mit anderen, an der bewussten Gestaltung von Haltung und körperlichem Zustand sowie an der Wahrnehmung innerer Körpersignale.

Die Nonverbale Kompetenz (NK)-Methode

Die Nonverbale Kompetenz-Methode – kurz NK-Methode – ermöglicht ihren Anwendern die Fähigkeit, körpersprachliche Vorgänge bei sich selbst und bei anderen differenziert wahrzunehmen und verantwortungsvoll zu gestalten.

In einem systematischen Lernprozess vermittelt die NK-Methode ihren Anwendern die Fähigkeit, unter anderem mittels Haltung, Blick, Stimme, Atmung, Körperspannung und Raumverhalten, Begegnungen mit Einzelpersonen und in Gruppen gelingend zu gestalten und konstruktiv zu interagieren. Damit unterstützt die NK-Methode Menschen dabei, ihre Präsenz bewusster zu entwickeln, nonverbale Kommunikationsprozesse besser zu verstehen und auch in anspruchsvollen Situationen klar, glaubwürdig und handlungsfähig zu bleiben.

Die Haltungsintelligenz (HI)-Methode

Die Haltungsintelligenz-Methode – kurz HI-Methode – beschreibt die Fähigkeit, anhand der eigenen Körperhaltung und der eigenen Bewegungsmuster bewusst einzusetzen, um den eigenen Zustand zu stabilisieren und konstruktive mentale Prozesse und Denkweisen hervorzurufen.

Die HI-Methode verbindet Selbstwahrnehmung mit körperlicher und mentaler Regulierung. Sie hilft dabei, Haltung, Atmung und Bewegungsmuster sowohl im normalen Alltag als auch in anspruchsvollen und belastenden Situationen regulierend aufeinander abzustimmen.

Haltung wird dabei nicht als ein starres Ideal verstanden. Entscheidend ist vielmehr, welche körperliche Ausrichtung einen Menschen in einer bestimmten Situation unterstützt – etwa in Führung, Kommunikation, im Umgang mit Stress, für ein gutes Leistungsvermögen oder für die persönliche Entwicklung.

Die Somatische Intelligenz (SI)-Methode

Die Somatische Intelligenz- Methode – kurz SI-Methode– bezeichnet die Fähigkeit, körperliche Signale differenziert wahrzunehmen, einzuordnen und für selbstbestimmte Entscheidungen zu nutzen.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Selbstregulation des Essverhaltens. Menschen lernen, Hunger, Sättigung, Appetit, Bekömmlichkeit, emotionale Impulse und äußere Einflüsse bewusster zu unterscheiden und Ernährungswissen mit den Rückmeldungen des eigenen Körpers zu verbinden.

Die SI-Methode stärkt damit die Fähigkeit, den eigenen Körper nicht nur als Objekt der Kontrolle, sondern als wichtige Informationsquelle in Entscheidungs- und Regulationsprozessen zu nutzen.

Alle drei Methoden beruhen auf einer gemeinsamen Grundidee:

Der Körper ist nicht nur Ausdruck unseres inneren Zustands. Er ist zugleich ein aktiver Zugang zu Wahrnehmung, Selbstregulation, Kommunikation und gedeihlicher Entwicklung.

 

Bücher, Forschung und Vermittlung

Meine Bücher sind aus dem Wunsch entstanden, körperbezogene Prozesse verständlich, wissenschaftlich fundiert und praktisch anwendbar zu vermitteln.

In Somatische Intelligenz steht die Fähigkeit im Mittelpunkt, Körpersignale als persönliche Informationsquelle für Ernährung und Selbstregulation zu nutzen.

In Die Macht der Haltung untersuche ich die Wechselwirkungen zwischen Körperhaltung und Bewegungsmustern sowie psychischen Prozessen, Selbstwahrnehmung und zwischenmenschlicher Wirkung. Zudem bietet das Buch eine praktische Anleitung, das faszinierende Potential unserer Körperhaltung und unserer Bewegungsmuster für mehr Resilienz, ein besseres Leistungsvermögen und einen konstruktiven Umgang mit sich selbst zu nutzen.

Auch meine wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Körperwahrnehmung auf unser Verhalten. Die Verbindung von Forschung, praktischer Erfahrung und methodischer Vermittlung bildet die Grundlage meiner Bücher, Vorträge, Seminare und Ausbildungen.

Als Experte wurde ich unter anderem bereits zahlreichen Medien, darunter Focus, Manager Magazin, Neue Zürcher Zeitung, GEO WISSEN und ZEIT WISSEN zu Fragen der Körperintelligenz, Selbstregulation und nonverbalen Kommunikation befragt.

 

Arbeit mit Menschen und Organisationen

Heute leite ich die Akademie für Embodiment und das Institut für Nonverbale Kommunikation in Fulda.

Ich arbeite mit Fach- und Führungskräften, Teams, Unternehmen und Organisationen sowie mit Menschen aus Beratung, Coaching, Therapie, Gesundheitsförderung, Pädagogik sowie mit Trainern und Athleten vom Breitensport bis zum internationalen Spitzensport.

In Vorträgen, Seminaren, Workshops, Ausbildungen und Beratungen vermittle ich körperbezogene Kompetenzen, die in konkreten Situationen verfügbar werden sollen. Dazu gehören insbesondere:

  • nonverbale Kommunikationsprozesse besser zu verstehen,
  • Haltung, Stimme, Blick und Bewegung gezielter einzusetzen,
  • unter Belastung präsent und handlungsfähig zu bleiben,
  • den eigenen Zustand bewusster zu regulieren,
  • Körpersignale differenzierter wahrzunehmen,
  • persönliche und organisationale Werte glaubwürdig zu verkörpern

Mein Ziel ist nicht, Menschen ein festes Ideal von Kommunikationsverhalte, Körperhaltung und Gesundheitsverhalten vorzugeben. Ich möchte sie darin unterstützen, ihre eigene Wahrnehmungs- und Regulationsfähigkeit zu entwickeln und dadurch ihren Handlungsspielraum zu erweitern.

 

Was meine Arbeit leitet

Menschen sind keine rein vernunftgesteuerten Wesen. Unser Denken, Fühlen und Handeln ist untrennbar mit unserem Körper verbunden.

Eine körperbezogene Perspektive bedeutet jedoch nicht, jedem Empfinden ungeprüft zu folgen oder jede Körperhaltung eindeutig zu deuten. Körpersignale müssen wahrgenommen, eingeordnet und im Zusammenhang mit Wissen, Erfahrung und Situation betrachtet werden.

Dafür braucht es Aufmerksamkeit, Differenzierungsfähigkeit und die Bereitschaft, eigene Gewissheiten immer wieder zu überprüfen.

Diese forschende Haltung prägt meine Arbeit:

Genau wahrnehmen, Zusammenhänge verstehen, Erfahrungen überprüfen und daraus neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

 

 

 

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